SPIELZEIT 20/21

 

NICHTS

Nichts - ein Jugendtheaterstück nach dem berühmten Jugendroman von Janne Teller

Am ersten Tag nach den Sommerferien verkündet Pierre Anthon seine Erkenntnis: „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.“ Er verlässt mitten im Unterricht die Klasse 7 A und zieht sich auf einen hohen Ast im Pflaumenbaum zurück. Von da an traktiert er seine Schulkameraden abwechselnd mit reifen Pflaumen und Einsichten in die völlige Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz. Die Klasse ist sich schnell einig, dass sie Pierre Anthon etwas entgegensetzen muss und beginnt, persönliche Gegenstände zusammenzutragen, um so einen Berg aus Bedeutung aufzuhäufen.Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und letztlich nicht weniger als den Sinn des Lebens.

 

Sechs junge Darsteller*innen unseres Jugendensembles haben unter der Spielleitung von Lars Dettmer das Theaterstück nach dem Roman von Janne Teller erarbeitet. Das Stück soll nun „auf Reisen“ gehen und ist daher buchbar. Am 03. Dezember erfolgt die Premiere für die Schulen in unserer Region im Rahmen des Programmes „Kultour4you“.  Weitere Aufführungen für 2021 sind geplant.

Karten gibt es über die Schulen im Kreisgebiet, denen das Stück als Schulaufführung angeboten wird.

Gefördert wurde das Projekt durch den LWL.

 

SCHÄM DICH II

Schäm Dich II - Netz der Scham

Das Internet beschenkt uns mit fast grenzenlosem Wissen. Gibt uns lustige Bilder , Katzenvideos und bietet Plattformen, um sich mit Menschen aus der ganzen Welt zu vernetzen. Leider entpuppt es sich aber auch als ein beinahe unerschöpflicher Quell an Schamlosigkeit. Und das nicht nur in den Kommentarspalten der sozialen Medien.

 

Grund genug, uns mit dem Thema „Scham im Internet“ zu beschäftigen. Warum werden heutzutage Dick-Pics verschickt wie Visitenkarten? Warum wird eine regelmäßige Körperrasur immer mehr als Voraussetzung für ein Date deklariert (von jungen Männern in dem Fall)? Was treibt die Kommentarschreiber bei nicht sexuellen Themen und Sachverhalten (z.B. Schuhkauf im Internet)  an, z.T. sehr anzügliche/sexuelle Kommentare zu schreiben? Wie fühlen sich die Opfer? Woher kommt diese Schamlosigkeit im Umgang miteinander in den Weiten des Internets?

 

Unter der Leitung des Theaterpädagogen BuT® Lars Dettmer und der Kommunikationswissenschaftsstudentin Jennifer Baum Chacon wollen sich die Teilnehmer*innen des Projekts mit dem Thema Scham auseinandersetzen. Dabei werden sie je nach Entwicklung der Corona-Pandemie nicht nur online recherchieren, sondern auch proben. Als Präsentationsform ist u.a. ein Youtube-Stream angedacht. Projektbeginn ist der Sommer 2020, Aufführung Winter 2020/21

Gefördert und unterstützt wird das Projekt durch den LWL.

 

BIEDERMANN

Warnung vor den Zerstörern der Demokratie – Max Frisch „Biedermann und die Brandstifter“ reloaded

 

Mit der Inszenierung des Klassikers von Max Frisch „Biedermann und die Brandstifter“ unternimmt die Gruppe junger Darsteller aus unserer Jugendabteilung zusammen mit Regisseur Torben Föllmer nach der erzwungenen Corona-Pause erste Schritte zurück ins „normale“ Leben. Torben Föllmer möchte sowohl die Teilnehmer*innen als auch die späteren Zuschauer*innen vom PC weglocken und reale Kultur wieder erfahrbar machen.

Im Verlauf der Proben zu der Aufführung des modernen Klassikerstückes soll zwar der räumliche Abstand der Spieler*innen zueinander gewahrt werden, die Inszenierung aber geht „aufs Ganze“- sie soll bei den Zuschauenden den persönlichen Abstand zu politisch höchst brisanten Themen verkleinern. Die jungen Spieler erkennen in der parabelhaften Handlung eine grundlegende Fragestellung: Kann es sein, dass auf demokratischem Wege die Zerstörer der Demokratie an die Macht kommen?

Das Mittel, diese Frage den Zuschauer*innen nahe zu bringen, ist der Humor: Wir haben in Max Frischs Werk jede Menge Charme und Witz entdeckt- und so will das Jugendensemble mit viel Spaß an die Aufgabe gehen. Sie wollen besonders jungen Erwachsenen dazu bewegen, sich auf unterhaltsame Weise mit aktuellen politischen Themen auseinanderzusetzen. Das Stück soll daher unbedingt „live“ aufgeführt werden; doch davor bleiben, auch bedingt durch Corona, Online-Proben und -auftritte Teil der Projektplanung.

Dieses Projekt wird gefördert im Rahmen des Jugendfonts von "Demokratie leben!"

 

SELBSTHILFE

Das Theaterstück zum Thema „Selbsthilfe“

Das Theaterprojekt von und mit jungen Erwachsenen setzt sich mit dem Thema „Hilfe“ auseinander. Viele junge Erwachsene in unserem Verein streben Berufe an, die mit Hilfe zu tun haben- Krankenschwester, Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen etc. Unser Vereinsmitglied Najib El Chartouni, Rapper und Studierender im Bereich Soziale Arbeit, hat ein Theaterstück zu diesem Thema erarbeitet. Die jungen Mitspieler wollen es unter seiner Regie in der Zeit von Herbst 2020 ab einproben und im Frühjahr 2021 aufführen.

 

Hilfe ist ja gesellschaftlich hoch angesehen- aber sie ist alles andere als einfach zu leisten, und manchmal ist Hilfe auch nur die zweitbeste Lösung. Es geht um Fragen: Ab wann muss ich helfen? Wie helfe ich am besten und wann helfe ich nur aus eigenem Interesse? Wann beginnt es, dass das Helfenwollen den anderen Menschen nicht mehr stärkt, sondern evtl. sogar entmündigt? Wie gehen Helfer mit Erfahrungen des Scheiterns, der Schuld um? Wer hilft den hilflosen Helfern?

 

Ziel des Projektes ist es, mit einem Theaterstück das Thema Selbsthilfe zugänglicher für junge Erwachsene zu machen. Dabei sollen Mut und Vertrauen in sich selbst im Vordergrund stehen. Diese Botschaft soll auf das Publikum übertragen werden.

 

LYSISTRATA

Jugendhörspiel nach Aristophenes´ „LYSISTRATA“

Nach dem Ende unserer ersten Theaterwerkstatt „Spiel:Farben Neon“ im März 2020 treffen sich 11 der theaterbegeisterten und -begabten Spieler*innen wöchentlich weiter-  an einem ungewohnten Ort: Im Videokonferenzraum von „Zoom“. Bedingt durch die Situation der Corona-Pandemie war an die vorbereitete Theateraufführung des Theaterstücks LYSISTRATA nicht mehr zu denken- so haben die jugendlichen Teilnehmer*innen gemeinsam mit dem Projektleiter Lars Dettmer aus der Not eine Tugend gemacht und begonnen, in sozialer Distanz gemeinsam ein Hörspiel zu produzieren. Die Methode: Auf dem Cloudservie „GoogleDrive“ wurde für jede Szene des Stückes ein Ordner angelegt. Nun wurden die Dialoge des Stücktextes durchnummeriert. Jede*r Teilnehmer*in spricht seinen/ihren Part, sortiert nach Szene und Nummer mit dem Audiotool seines/ihres Handys auf und lädt diesen in den entsprechenden Cloud-Ordner. Diese Sätze werden dann von Lars Dettmer zusammengeschnitten. Um die benötigten Soundeffekte (z.B. Schritte, Hintergrundgeräusche) kümmern sich ebenso die Teilnehmer*innen wie um die Musik des Endprodukts. In abschließenden Meetings werden dann die Rohschnitte angehört und besprochen.

Der Release-Termin des fertigen Hörspiels ist der Herbst/Winter 2020.

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